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Die Geschichte hinter SiP: vom Tänzer zum Kaffee-Röster

Vom Profitänzer in London zum Café-Betreiber in der Luzerner Altstadt: die Geschichte von SiP-Gründer Noah Wili.

Die Geschichte hinter SiP: vom Tänzer zum Kaffee-Röster

Bevor SiP ein Café war, war es eine Idee, die ein Luzerner mit sich durch London getragen hat. Die Geschichte dahinter ist keine klassische Gastro-Gründung, sondern eher ein Zufallsprodukt aus Pandemie, Fernweh und der festen Überzeugung, dass Luzern besseren Kaffee verdient hat.

London als Inspiration

Noah Wili, gelernter Tänzer, verbrachte fünf Jahre in London und arbeitete dort in verschiedenen Cafés und Restaurants. Während der Pandemie entdeckte er seine Leidenschaft für Kaffee – nicht für Kaffee im Sinne von "irgendwas Warmes am Morgen", sondern für Speciality Coffee, wie er in Londons Café-Szene selbstverständlich war. Bei Heimatbesuchen in Luzern vermisste er genau das: Orte, die diese Kaffeekultur ernst nehmen.

Die Eröffnung am Weinmarkt

2024 übernahm SiP die Räumlichkeiten der ehemaligen Bäckerei Merz am Weinmarkt in der Luzerner Altstadt. Statt die Bäckerei einfach zu ersetzen, entstand daraus etwas Neues: eine Café-Bar, die morgens Frühstück und Brunch anbietet, tagsüber Speciality Coffee ausschenkt und abends zur entspannten Bar wird. Die "Merz"-Stammkundschaft musste dabei nicht ganz auf ihre gewohnten Gipfeli verzichten – die gab's weiterhin, einfach unter neuer Führung.

Warum Speciality Coffee statt Filterkaffee von der Tanke

Der Anspruch von Anfang an: Kaffee, der nicht einfach nur wach macht, sondern auch schmeckt. Dafür arbeitet SiP mit der Rösterei Four Hundred (MG) Coffee in Hitzkirch zusammen, die für SiP unter anderem den House Blend röstet – ein mittel-dunkler Röstgrad mit Noten von dunkler Schokolade und Haselnuss. Diese Sorgfalt beim Rohstoff ist der Unterschied zwischen "Kaffee als Nebensache" und "Kaffee als eigentlichem Produkt".

Von einem zu zwei Standorten

Was am Weinmarkt begann, hat sich mittlerweile zu einem zweiten Standort an der Zürichstrasse 67 ausgeweitet. Beide Standorte teilen sich das gleiche Grundkonzept – Speciality Coffee, Brunch, abends Bar –, unterscheiden sich aber im Charakter: hier die belebte Altstadt-Terrasse zum Reinlaufen, dort die ruhigere Lounge zum Verweilen und Reservieren.

Was als Nächstes kommt

SiP versteht sich nicht als fertiges Projekt, sondern als Konzept, das mit Luzern mitwächst. Die Grundidee bleibt dabei immer gleich: guter Kaffee, ehrliches Essen und ein Ort, an dem man sich wohlfühlt, egal ob morgens beim Pendeln, mittags beim Arbeiten oder abends beim Ausklingen des Tages.

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